07.06.2022 – Kategorie: Technik & Innovation

Startup-Förderung: Neues KI-Zentrum beim Programm „German Accelerator“

Das Bundeswirtschaftsministerium unterstützt junge deutsche Firmen, die mit innovativer „Künstliche Intelligenz“-Technologie die Weltmärkte erobern wollen.

Seit 2012 unterstützt das Bundes-Förderprogramm German Accelerator“ deutsche Startups beim Aufbruch in den internationalen Markt für Hightech-Unternehmen. Mit viel mehr Erfolg, als staatliche Unternehmensförderer ihn üblicherweise vorweisen können: Von den über 500 Firmen, die das Programm bisher Startup-Förderung gewährt hat, haben es immerhin fünf zum „Unicorn“ geschafft. Sie weisen heute gemeinsam eine Markt-Kapitalisierung von 25 Milliarden Dollar auf und beschäftigen mehr als 6.000 Menschen.

Accelerator hilft deutschen Startups auf die weltweite Bühne

Anfang Juni hat nun Oliver Krischer, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), den Startschuss für eine neue Programmspalte des „Accelerators“ gegeben. Vom neuen KI-Kompetenzzentrum verspricht sich die Bundesregierung ein ungewöhnlich hohes Wachstumspotenzial. Man will damit offenbar an den Erfolg des „Life Sciences“-Programms im Accelerator anschließen. Dort haben deutsche Medizin- und Pharma-Startups in den vergangenen Jahren weltweit beachtliche Geschäftserfolge erzielt.

In seiner Video-Eröffnungsrede beim „KI-Startschuss“ in Berlin sagte Krischer: „Wir werden die Startup-Förderung künftig breiter aufstellen müssen – inhaltlich wie geografisch.“ Der German Accelerator, so hofft der grüne Staatssekretär, könne deutschen KI-Firmen weltweit dabei helfen, Marktchancen in globalen Innovationsstandorten schnell und gezielt zu nutzen. „Und wenn sie das schaffen, können sie mit ihren Ideen dazu beitragen, Risiken in den Lieferketten zu verringern und innovative, nachhaltige Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln.“

Künstliche Intelligenz zur Energiesteuerung

Die Methoden der KI werden ohne Zweifel auch für das digitale Management der Energiewende von ganz entscheidender Bedeutung sein. So zeigt man sich z.B. beim Energieriesen EON fest davon überzeugt: „Wir brauchen in der neuen Energiewelt intelligente, innovative Lösungen und Netze, die den Herausforderungen der Energiewende mit mehr Flexibilität und Intelligenz begegnen.“

Konzept - Energiequelle Wind und Solar mit Stromleitungen
Um die schwankenden Erträge aus Wind- und Sonnenenergie optimal zu nutzen, werden künftige Energiemanagement-Systeme auf Künstliche Intelligenz nicht verzichten können. Foto: Peter Schreiber auf Adobe Stock

Zur Veranschaulichung der vielfältigen Möglichkeiten, die der Einsatz von KI-Methoden in der Energiewirtschaft eröffnet, haben die EON-Techniker folgende Beispiele zusammengetragen:

  • Die KI wird entscheidend dazu beitragen, Energie künftig intelligent zu verteilen und zu speichern. So lassen sich Erzeugung und Verbrauch vor Ort optimal ausgleichen.
  • Mit Hilfe KI-unterstützter „Meta-Prognosen“ lässt sich genau berechnen, wie viel Wind wann in einem Windpark auftreten wird. So können die Verantwortlichen bereits im Vorfeld entsprechend reagieren.
  • KI wird die Energieausbeute in Windparks verbessern: KI-Algorithmen schaffen es, die Turbinen zu synchronisieren und optimal zum Wind auszurichten.
  • KI kann berechnen, wann ein Kabel ausgetauscht werden muss und eingreifen, bevor es tatsächlich beschädigt ist.
  • KI unterstützt die Versorgungssicherheit für Kunden und warnt vor Stromausfällen

So soll die KI-Startup-Förderung funktionieren

Das neue AI Competence Center (AI = Artificial Intelligence) fördert die Verbreitung und Internationalisierung von Technologien und Produkten mit Künstlicher Intelligenz , die in Deutschland entwickelt werden. Eine Schlüsselrolle spielt dabei der Erfahrungsaustausch zwischen den Akteuren in Deutschland und ihren Counterparts in großen internationalen AI-Hubs wie dem Silicon Valley und Singapur.

Mit Niederlassungen in Deutschland, den USA und Asien erschließt das AI Competence Center weltweite „Innovations-Ökosysteme“. Ein jährlich stattfindender Innovationswettbewerb zwischen den Startups soll dazu anregen, mithilfe von KI die beste Lösung für aktuelle, komplexe Herausforderungen zu finden.

Eigene Accelerator-Verbindungsbüros in der „Wirtschafts-Triade“ Europa – USA – Ostasien machen es deutschen Startups leichter, sich in den weltweit wichtigsten „Innovationsknoten“ gut zu platzieren.


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